Der Heimatverein Bödingen stellt sich vor.
 

Chronik - 01.08.2012:
Marienbrünnchen in Halberg

Neue Folge der Reihe "Unsere Denkmäler"

Im August soll das Denkmal "Marienbrünnchen" in Halberg - als weiterer Beitrag der Reihe "Unsere Denkmäler im Bild" - vorgestellt werden.
Bis 2009 war das Pumpenhäuschen im Verfall, die mit einem Schachtdeckel versehene Quelle war von Brombeergestrüpp überwuchert, der Weg parallel zum Halberger Bach war Teil einer Pferdeweide und als solcher nicht mehr erkennbar.
Foto aus dem Jahr 2006.
Foto aus dem Jahr 2006.
Das Marienbrünnchen war nahezu unsichtbar.
Ein Ort, der seine alten Funktionen verloren hat, ein verlassener Ort, der sichtbar gemacht wurde. Ein Ort, der bedeutsam ist für die Ortsgeschichte. Ein Ort der Legenden, lange vergessen, seit 2010 wieder begehbar. Aber was ist heute zu sehen?
Foto aus dem Jahr 2010.
Foto aus dem Jahr 2010.
Das "Marienbrünnchen" genannte Areal nördlich des Weilers Halberg ist eine Senke in bewegtem Gelände am Rande des Nutscheids, das auf Grund zahlreicher Gerinne (Halberger Bach und andere Rinnsale) sowie Quellaustritte feuchte bis nasse Bodenverhältnisse aufweist. Das Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet, der angrenzende Halberger Bach ist Naturschutzgebiet.
Von 1923 bis 1963 war die hier installierte Pumpe im Pumpenhäuschen Bestandteil der örtlichen Wasserversorgung, die auch in Trockenperioden stetig Wasser lieferte. Erst mit dem Bau der Wahnbachtalsperre und der großräumigen zentralen Wasserversorgung wurde dieses lokale Netz des Wasserleitungsvereins Bödingen überflüssig.
Der Quelle wurde zudem eine heilende Wirkung, insbesondere bei Augen- und Ohrenleiden, nachgesagt.
Foto der Quelle aus dem Jahr 2009.
Foto der Quelle aus dem Jahr 2009.
Der Legende zufolge soll die Wasserader der hier austretenden Quelle unmittelbar unter dem Marienaltar der Bödinger Wallfahrtskirche "Zur Schmerzhaften Mutter" verlaufen.
Foto der Quelle aus dem Jahr 2011.
Foto der Quelle aus dem Jahr 2011.
Der Ort ist somit Teil der Legenden des Marienbildstifters Christian von Lauthausen und der Wallfahrtstraditionen Bödingens und hat daher seinen Namen "Marienbrünnchen".
Der Anstoß für die Aufwertung kam vom Heimatverein Bödingen. Die Umsetzung war eine der Maßnahmen des Regionale-2010-Projektes "Natur und Kultur quer zur Sieg". Heute verläuft hier der Erlebnisweg Sieg - Marienweg.

 


 

Die Reihe "Unsere Denkmäler im Bild"

Hier sind alle Beiträge aus der Reihe "Unsere Denkmäler im Bild" von 2012 in chronologischer Reihenfolge zusammengestellt:
  1. Ankündigung unserer Reihe: Denkmäler im Bödinger Raum
  2. Denkmäler: Die Bödinger Wallfahrtskirche
  3. Denkmäler: Sakrale Denkmäler in Driesch
  4. Denkmäler: Das Klostergut in Bödingen
  5. Denkmäler: Pumpe und Fachwerkhäuser in Auel
  6. Denkmäler: Pumpe und Votivkreuz Altenbödingen
  7. Denkmäler: Kapelle, Mühle, Wegekreuz in Oberauel
  8. Denkmäler: Fachwerkhofanlage in Niederhalberg
  9. Denkmäler: Das Marienbrünnchen bei Halberg
  10. Denkmäler: Das Holzwegekreuz in Oberhalberg
  11. Denkmäler: Die Bödinger Segensaltäre
  12. Denkmäler: Die 7 Heiligenhäuschen zwischen Lauthausen und Bödingen
  13. Denkmäler: Fachwerkhaus und Kapelle in Bödingen

 


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älter >19.07.2012 - Festschrift "75 Jahre Heimatverein Bödingen" jetzt im Stadtarchiv Hennef

 

 

 
 
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