Chronik – 02.08.2026:
Unsere Bustour zum RSE-Museum

Viel Interessantes – nicht nur für Technikbegeisterte

"Mit dem Bus zur Bahn." So hätte das Motto unserer diesjährigen Bustour lauten können. Vor 70 Jahren veranstaltete unser Heimatverein seine erste Bustour (vgl. "Historie"). Und just zu dieser Zeit, nämlich am 31. Juli 1956, fand die letzte Fahrt der Rhein-Sieg-Eisenbahn im Personenverkehr, die auch zwischen Hennef und Asbach verkehrte, statt.
Zu diesem für die historische Bahn besonderen Datum hatte das RSE-Museum in Asbach, wo man das Erbe der ersten öffentlichen Schmalspurbahn Deutschlands bewahren will, für das erste Augustwochenende zu einem Sonderöffnungstag eingeladen. Für uns war das der Anlass, um in diesem Jahr ins nahe Asbach zu fahren und uns die Bahn und ihre Historie einmal näher anzuschauen.
Die ersten Mitreisenden warteten entspannt vorm Marienheim.
Die ersten Mitreisenden warteten entspannt vorm Marienheim.

Die Hinfahrt

Unserer Einladung (s. "Einladung zur Bustour zum Asbacher Eisenbahnmuseum") waren dieses Mal 14 interessierte und gut gelaunte Teilnehmer gefolgt.
Alle machten es sich im Bus gemütlich.
Alle machten es sich im Bus gemütlich.
Bei schönstem Wetter und strahlendem Sonnenschein machten wir uns am Sonntag, dem 2. August 2026, pünktlich um 13 Uhr vom Bödinger Marienheim aus auf den interessanten Weg in Richtung Asbach. Wie schon so oft, vertrauten wir uns auch heute unserem Vorstandsmitglied Hans Willi Trost als Busfahrer an, der sich bereits im Vorfeld um die Anmietung eines Busses der RSVG gekümmert und den Bus rechtzeitig aus dem Depot abgeholt hatte. Der Bus war nagelneu, wir hatten also das Privileg der "Jungfernfahrt".
An markanten Punkten informierte uns Herr Trost über die Bahnhistorie.
An markanten Punkten informierte uns Herr Trost über die Bahnhistorie.
Aber warum war der Weg interessant? Die Antwort war einfach: unser Busfahrer hatte nicht nur eine Fahrtstrecke gewählt, die in weiten Teilen – soweit wie möglich – dem historischen Verlauf der Schmalspurbahn entsprach, sondern sich auch sehr gut darauf vorbereitet, an markanten Punkten einige spannende Fakten zur Geschichte der Bahn zu Gehör zu bringen.
Herr Trost war sehr gut vorbereitet, u. a. dank dieser Beschreibung.
Herr Trost war sehr gut vorbereitet, u. a. dank dieser Beschreibung.
Für uns war heute vor allem der Teil der Schmalspurbahn von Interesse, der als Hanftalbahn bekannt wurde und zwischen Hennef (Sieg) und Asbach verkehrte. Die Bahnstrecke führte – daher der Name – durchs Hanfbachtal, um nicht nur Güter, sondern auch Passagiere zu transportieren. Ein großer Teil des Güterverkehrs betraf den Transport von Basalt, der aus einer ganzen Reihe von Basaltsteinbrüchen in unserer Region abgebaut und in Richtung Rhein transportiert wurde.
Dementsprechend führte unsere Route entlang dieses Transportwegs: über Lanzenbach, Hanfmühle, Seifen und Buchholz. Dabei kamen wir an mehreren Steinbrüchen vorbei, etwa Eudenberg und Eulenberg. Hier und da waren auch noch kurze Relikte des ehemaligen Schienenstrangs zu sehen. Alles das erläuterte uns sehr kompetent unser Fahrer Hans Willi Trost.

Die Ankunft in Asbach

Schließlich erreichten wir Asbach. Die Einfahrt zum alten Bahnhofsgelände war nicht zu übersehen.
Ein alter Signalmast markierte die Einfahrt zum Gelände.
Ein alter Signalmast markierte die Einfahrt zum Gelände.
Da sah man auch schon das schmucke alte Bahnhofsgebäude, das ganz offensichtlich einen hervorragenden Erhaltungszustand aufwies.
Das alte Bahnhofsgebäude war sehr gut erhalten.
Das alte Bahnhofsgebäude war sehr gut erhalten.
Auf der Rückseite des Gebäudes war sogar noch das Schild mit dem Namen des Haltepunkts zu sehen: "Asbach (Westerwald)".
Hier waren wir richtig: Asbach (Westerwald).
Hier waren wir richtig: Asbach (Westerwald).

Führung über das Gelände

Wir trafen vor Ort auf den gemeinnützigen Verein Museum der Rhein-Sieg Eisenbahn Asbach e. V., der sich die Bewahrung des Erbes der ersten öffentlichen Schmalspurbahn Deutschlands zur Aufgabe gemacht hat. Zahlreiche engagierte ehrenamtlich Tätige haben hier eine Sammlung historischer Lokomotiven und Waggons aufgebaut, die noch weiter wachsen soll. Zur besseren Präsentation der Sammlerstücke wurde zudem ein noch kleines, demnächst aber hoffentlich noch größer werdendes Schienennetz auf dem vereinseigenen Gelände aufgebaut. Daneben wurde auch ein kleines Museum eingerichtet.
Wir wurden von zwei Vereinsmitgliedern empfangen.
Wir wurden von zwei Vereinsmitgliedern empfangen.
Da wir unseren Besuch vorab angemeldet hatten, empfingen uns zwei erfahrene Mitglieder des Vereins, um uns die örtlichen Gegebenheiten zu zeigen und zu erklären. Dazu teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die dann getrennt voneinander das Gelände erkundeten.
Auf dem Gleisnetz entdeckten wir mehrere historische Lokomotiven, teilweise noch bzw. wieder fahrbereit.
Das Gleisnetz war zwar noch überschaubar, aber doch bereits weitläufig.
Das Gleisnetz war zwar noch überschaubar, aber doch bereits weitläufig.
Eine gut erhaltende alte Lokomotive.
Eine gut erhaltende alte Lokomotive.
Es gab auch einen großen Lokschuppen.
Es gab auch einen großen Lokschuppen.
Wir erfuhren viel über die spannende Geschichte der Schmalspurbahn. Beeindruckend waren auch die Schilderungen, die den teilweise hohen Aufwand und Ideenreichtum nachvollziehbar machten, der zum Aufspüren und Beschaffen von alten Lokomotiven, Waggons, Ersatzteilen und weiteren Komponenten erforderlich war. Besonders der Transport der schweren Lokomotiven oder Waggons stellte jedes Mal eine Herausforderung dar.
Der Lokschuppen barg eine besonders schöne historische Dampflok.
Der Lokschuppen barg eine besonders schöne historische Dampflok.
Zu allem wussten unsere beiden Führer viel Interessantes zu erzählen und von ihren Erfahrungen zu berichten.
Es gab viele spannende Informationen.
Es gab viele spannende Informationen.
Zu den interessanten Informationen gehörte auch, dass viele der im Verein Aktiven oft große Teile ihrer Freizeit auf dem Vereinsgelände verbringen, etwa um alte Loks und Waggons zu restaurieren oder die Gleisanlage auszubauen. Ob es um das Ersetzen kaputter oder fehlender Bauteile, das Neulackieren oder andere ähnlich gelagerte Aufgaben geht, alles wird mit großem Engagement und viel Sachverstand bewältigt. Wenn es sein muss, übernachten die von weiter her angereisten Aktiven sogar auf dem Gelände.
Hier folgen noch ein paar fotografische Eindrücke von den ausgestellten Lokomotiven.
Viele schöne Lokomotiven waren zu bestaunen.
Viele schöne Lokomotiven waren zu bestaunen.
Viele schöne Lokomotiven waren zu bestaunen.
Viele schöne Lokomotiven waren zu bestaunen.
Viele schöne Lokomotiven waren zu bestaunen.
Zwischen den Waggons sahen wir die andere Hälfte unserer Reisegruppe.
Zwischen den Waggons sahen wir die andere Hälfte unserer Reisegruppe.
Es gab auch selten gesehene technische Schmankerl zu bestaunen, wie etwa einen "Spurumsetzer", mit dessen Hilfe Anpassungen an unterschiedliche Spurweiten möglich wurden – ein aufwändiges Verfahren. Denn die Spurweite der Fahrzeuge war fix und eigentlich nur für Gleise mit dem exakt passenden Spurabstand geeignet.
Die Anpassung an verschiedene Spurweiten war möglich.
Die Anpassung an verschiedene Spurweiten war möglich.
Auf dem Gelände standen nicht nur Lokomotiven, sondern auch mehre Waggons in verschiedenen Ausführungen.
Waggons und Lokomotiven auf der Gleisanlage.
Waggons und Lokomotiven auf der Gleisanlage.
Auch früher musste man schon vorsichtig rangieren.
Auch früher musste man schon vorsichtig rangieren.
Damals wurde bereits Werbung gemacht, etwa für den Pützchensmarkt.
Damals wurde bereits Werbung gemacht, etwa für den Pützchensmarkt.
Neben der "großen" Schmalspurbahn gab es hier übrigens noch eine sehr kleine Bahn, nämlich eine Gartenbahn, von der wir allerdings heute nur die Gleise sehen konnten.
Die Gleise der kleinen Gartenbahn.
Die Gleise der kleinen Gartenbahn.

Erfrischungspause im Bistro und Museumsbesuch

Nach dem sehr informativen Rundgang brauchten alle eine kleine Erfrischungspause. Dazu stand erfreulicherweise das vereinseigene Bistro "Waggon 842" im alten Bahnhofsgebäude bereit. Hier konnten wir uns etwa mit frisch gebackenem Kuchen oder Würstchen stärken und mit Kaffee oder kalten Getränken erfrischen. Zudem waren hier Bücher über die Schmalspurbahn zu erwerben.
Im gemütlichen Bistro konnten wir uns stärken.
Im gemütlichen Bistro konnten wir uns stärken.
Im gleichen Gebäude, direkt neben dem Bistro, hatte der Verein ein kleines Museum eingerichtet, wo man besondere mit der Schmalspurbahn in Verbindung stehende historische Stücke sowie eine Sammlung alter Fotografien betrachten konnte. Der Rundgang durch die Ausstellung bot eine gelungene Abrundung unseres Besuchs.
Fotos aus der "guten alten Zeit" (Auswahl).
Fotos aus der "guten alten Zeit" (Auswahl).
Fotos aus der "guten alten Zeit" (Auswahl).
Dass Elektromobilität keine Erfindung unserer Tage ist, zeigte das folgende Ausstellungsstück.
Modell einer Rangierlok der Akkumulatorenfabrik in Krautscheid.
Modell einer Rangierlok der Akkumulatorenfabrik in Krautscheid.
Daneben waren weitere Modelle, Fahrzeugteile oder auch Schienenquerschnitte zu sehen.
Verschiedene Schienenquerschnitte.
Verschiedene Schienenquerschnitte.
An die Geschichte der Bahn erinnerte zudem eine ausgestellte Flasche mit einem besonderen Kräuterlikör der Hennefer Brennerei Quadenhof namens "Feuriger Elias", wie die Schmalspurbahn auch genannt wurde. Gut Quadenhof war nämlich ebenfalls eine Haltestelle der historischen Kleinbahn.
"Feuriger Elias" – feiner Edelkräuterlikör.
"Feuriger Elias" – feiner Edelkräuterlikör.
Dann hieß es schon wieder, Abschied zu nehmen. Wir bedankten uns herzlich für die informative Führung und die Gastfreundschaft, um wieder in unseren Bus zu steigen und unser nächstes Ziel anzusteuern.
Alle freuten sich über eine informative Tour.
Alle freuten sich über eine informative Tour.

Einkehr in Asbach-Löhe und Heimfahrt

Im nahen Asbach-Löhe war für unsere Reisegruppe ein Tisch im Landgasthaus "Zum Alten Fritz" reserviert, um den Nachmittag gesellig ausklingen zu lassen.
Schon waren wir am nächsten Ziel: "Zum Alten Fritz".
Schon waren wir am nächsten Ziel: "Zum Alten Fritz".
Hans Willi Trost wies uns den richtigen Weg.
Hans Willi Trost wies uns den richtigen Weg.
In diesem hübschen Gebäude verbarg sich die Gastronomie.
In diesem hübschen Gebäude verbarg sich die Gastronomie.
Hier saßen wir auf einer schattigen Terrasse und wurden gut mit leckeren Speisen und Getränken versorgt. Dabei nutzten wir die Gelegenheit, über das Erlebte und alle anderen möglichen Themen ausgiebig zu plaudern. Es war ein sehr schöner Abschluss unseres heutigen Ausflugs. Zufrieden machten wir uns danach auf den kurzen Heimweg nach Bödingen.

Ankunft und Dank

Am Ziel, dem Bödinger Marienheim, angekommen, bedankte sich unsere Geschäftsführerin Doris Walterscheid im Namen aller herzlich bei Hans Willi Trost, der uns wieder einmal sehr angenehm und sicher chauffiert und uns darüber hinaus mit vielen spannenden Informationen rund um den Verlauf der Hanftalbahn versorgt hatte.
Frau Walterscheid hatte auch einen Hut mit Bitte um eine kleine Spende herumgehen lassen und überreichte das Ergebnis der Sammlung als kleines Dankeschön an Herrn Trost.
Doris Walterscheid dankte Hans Willi Trost.
Doris Walterscheid dankte Hans Willi Trost.

Unser Dank ...

... gebührt zunächst Hans Willi Trost, der uns seit vielen Jahren zuverlässig zu allen Zielen fährt und dessen Tag dann mit dem rechtzeitigen Abholen des Busses beginnt und erst endet, wenn er den Bus abends noch ins Depot zurückgebracht hat.
Dank geht auch an die Ideengeber und Organisatoren unserer schönen Reise und besonders unseren Vorsitzenden Herbert Müller und unsere Geschäftsführerin Doris Walterscheid, die alles organisiert hatten.
Und natürlich gebührt den wieder einmal sehr gut gelaunten Mitreisenden unser herzlicher Dank für ihre Teilnahme.
Wir hoffen, dass die Tour allen gefallen hat, und freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: "Bustour des Heimatvereins nach ..."

 


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