Chronik – 26.04.2024:
Kompassionsfest besteht seit 600 Jahren

Glückwunsch zu einem beeindruckenden Jubiläum

Bödingen ist ein alter Marienwallfahrtsort, zu dem bis heute immer wieder Menschen mit ihren Sorgen und Anliegen kommen. Die Ortschaft entstand bekanntlich einst, nachdem der Einsiedler Christian von Lauthausen hier ein Vesperbild aufgestellt hatte (vgl. "Denkmäler: Die Bödinger Wallfahrtskirche"). Wegen eines daraufhin stetig anwachsenden Pilgerstroms wurde zunächst die 1408 fertiggestellte Wallfahrtskirche erbaut, zur Betreuung der Pilger dann im Jahr 1424 ein Augustiner-Chorherren-Kloster "Unserer Lieben Frau" der Kongregation von Windesheim.
Die Bödinger Wallfahrtskirche von 1408.
Die Bödinger Wallfahrtskirche von 1408.
Etwa um diese Zeit, nämlich 1423, wurde das Kompassionsfest nach Anordnung des Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers auf dem Provinzialkonzil als Fest der Betrübnis und Schmerzen Mariens unter dem Kreuz für die ganze Kölner Kirchenprovinz eingeführt. Der Erzbischof selbst pilgerte 1425 nach Bödingen, wo er mit Herzog Adolf VII. von Berg zusammentraf. Erst im Jahr 1717 führte Papst Benedikt XIII. dann das Fest für die gesamte römisch-katholische Kirche ein (nach anderen Quellen: Papst Martin V. bereits im Jahr 1424).
Der Name des Fests geht auf das lateinische Wort compassio zurück, was soviel wie "Mitleiden" oder "Mitempfinden" bedeutet, und steht für das Mitleiden Mariens mit ihrem Sohn ("Compassio Mariae").
Prozession zum Kompassionsfest durch das ehemalige Klostergut (bis 2018).
Prozession zum Kompassionsfest durch das ehemalige Klostergut (bis 2018).

600 Jahre Kompassionsfest in Bödingen

In Bödingen wurde das Kompassionsfest im Jahr 1424 erstmals gefeiert. Es fällt stets auf den vierten Freitag nach Karfreitag, in diesem Jahr also auf Freitag, den 26. April.
Das Kompassionsfest in Bödingen ist einzigartig und für viele nach wie vor ein wichtiges Fest im Jahr. Denn Bödingen ist heute der einzige Ort nördlich der Alpen, in dem das Kompassionsfest seitdem in ununterbrochener Folge jährlich gefeiert wird, in diesem Jahr also bereits seit 600 Jahren!
Das ist eine bemerkenswert lange Zeit, dagegen reicht z. B. die Geschichte der USA erst ca. 250 Jahre zurück.
Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes (Bödinger Pietà).
Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes (Bödinger Pietà).
Im Jubiläumsjahr geht – wie in jedem Jahr – eine Prozession mit dem Gnadenbild von der Wallfahrtskirche aus durch Bödingen, bis 2018 auch durch das ehemalige Klostergut. Am Marienheim wird dann am dort extra aufgebauten Altar gebetet und der feierliche Segen erteilt, bevor die Prozession sich wieder auf den Weg zurück zur Wallfahrtskirche begibt. Dort findet schließlich ein Festgottesdienst statt. Daran nimmt zumeist auch der Kölner Erzbischof oder ein ihn vertretender Weihbischof teil. In diesem Jahr ist es Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln.
Die herzliche Einladung der hiesigen Kirchengemeinde zur Teilnahme am diesjährigen Kompassionsfest geben wir hier gerne weiter:

Fest des Mitleidens Mariens

am Freitag, dem 26. April 2024,
9:30 Uhr Prozession mit dem Gnadenbild,
anschließend Festhochamt.

Im Anschluss an das Festhochamt findet im Pfarrhof (bei schlechtem Wetter im Marienheim) ein Umtrunk mit Pilgeressen statt.
Über ein begleitendes Veranstaltungsprogramm (Ausstellungen, Konzerte u. m.) informieren gesonderte Plakate und lokale Veröffentlichungen.

Der Heimatverein gratuliert ganz herzlich zu diesem wirklich beeindruckenden Jubiläum!

 


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